Rajeev Kinra
Rajeev Kinra
Rajeev Kinra

ist Historiker des frühmodernen Südasien, mit besonderem Augenmerk auf die literarische, politische und intellektuelle Kultur des Mughal-Reichs. Seinen Doktortitel erhielt Kinra am Department of South Asian Languages and Civilizations an der Universität von Chicago im Jahr 2008; momentan lehrt er am Geschichtsinstitut der Northwestern University.
Kinras Forschung umfasst verschiedene Sprachtraditionen (insbesondere Persisch, jedoch auch Hindi-Urdu und Sanskrit) und nutzt verschiedenste Quellen und Archive, um Konzepte von Anstand, Toleranz, Kosmopolitismus und Moderne im indo-persischen Raum und der indo-ozeanischen Welt zu erkunden. Diese Themen werden in einer Serie von kürzlich veröffentlichten Artikeln über die literarische und politische Mughal-Kultur im 17. Jahrhundert ebenso erforscht wie in Kinras bevorstehendem Buch über das Leben, kulturell-historische Umfeld und die persischen Schriften des berühmten Mughal-Staatssekretär und Dichters Chandar Bhan “Brahman” (1662-3). Das Buch trägt den Titel Writing Self, Writing Empire: Chandar Bhan Brahman and the Cultural World of the Early Modern Indo-Persian State Secretary (University of California Press).
Kinra war schon früh mit dem Forum Transregionale Studien und dem Forschungsprogramm Zukunftsphilologie verbunden und nahm an beiden Zukunftsphilologie Winter Schools in Kairo 2010 (“Textual Practices beyond Europe, 1500-1900”) und in Delhi 2012 (“Philologies across the Asias”) teil; dort hielt er außerdem Vorträge über mittelalterliche und frühmoderne indo-persische komparative Philologie. Sein Artikel “Cultures of Comparative Philology in the Early Modern Indo-Persian World” wird in einer zukünftigen Ausgabe der Zeitschrift Philological Encounters von Zukunftsphilologie erscheinen.
