Marcel Lepper

Marcel Lepper

ist Leiter des Forschungsreferats sowie Leiter der Arbeitsstelle Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Paris (Maîtrise, Université Paris-Sorbonne, 2002), Münster (Magister Artium 2003), Baltimore (Johns Hopkins University, 2005) und Berlin (Freie Universität Berlin, Promotion 2006), war 2008 Max Kade Visiting Assistant Professor an der University of Wisconsin, Madison, USA, und lehrt seit 2009 an der Universität Stuttgart.

In seiner Dissertation befasst er sich mit frühneuzeitlicher Affektrhetorik (Lamento: Zur Affektdarstellung in der Frühen Neuzeit, Frankfurt/Main 2008). Seine Forschungsarbeiten widmen sich dem poetischen und philologischen Grundlagendenken seit dem 18. Jahrhundert sowie der Literatur- und Theoriegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit 2005 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift "Geschichte der Germanistik" (Wallstein), seit 2007 Redaktionsmitglied der "Zeitschrift für Ideengeschichte" (C.H. Beck), seit 2009 Beirat des "Athenäum" (Schöningh).

Im Konstanzer Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" leitete er das Projekt zur Forschergruppe "Poetik und Hermeneutik". Das Suhrkamp-Forschungskolleg, das er zusammen mit sieben universitären Partnern konzipierte, wird seit 2012 von der Volkswagen Stiftung gefördert. Im Rahmen des Programms Zukunftsphilologie interessiert er sich für den Vergleich philologischer Verfahren und Traditionen, für die Geschichte der komparativen Sprach- und Literaturstudien und für den Umgang mit großen Korpora.

Publikationen: Philologie. Zur Einführung. Hamburg: Junius 2012; (Hg., zs. mit Hans-Harald Müller, Andreas Gardt): Strukturalismus in Deutschland. Literatur- und Sprachwissenschaft 1910-1975. Göttingen: Wallstein, 2010; (Hg., zs. mit Dirk Werle): Entdeckung der frühen Neuzeit. Konstruktion einer Epoche der Literatur- und Sprachgeschichte seit 1750. Stuttgart/Leipzig 2011.

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